LULUBA: Zwischen Tradition und Moderne – Geschichte einer chinesischen Bauernfamilie von Manfred Görk

Klappentext:
Im Februar 2018 stirbt Chen Yangwa im Alter von 88 Jahren. Er lebte als Bauer in Luluba, einem Dorf in der chinesischen Provinz Shaanxi. Mengnan, eine seiner sechs Töchter, will ihn als besonderen Menschen im Gedächtnis bewahren. In der Stunde des Todes gelingt es der Seele ihres Vaters, alle seine Erinnerungen zu retten. So kann sie im Dialog mit Mengnan in ergreifender Weise die Entwicklung seiner großen Familie nachzeichnen. Ein Leben zwischen Tradition, Aufstieg und Moderne, Hunger, Fleiß und Wohlstand, Spannungen und Harmonie.
Chen Yangwas einziger Sohn und seine zwei ältesten Töchter bleiben im Dorf und leben als Bauern in ihren angestammten Rollen. Seine anderen vier Töchter ergreifen die Chancen im sich rasch entwickelnden China und verlassen die Heimat, ohne die engen Bindungen zur Familie jemals zu verlieren.
Der Autor dieser Familiensaga lässt den Leser tief eintauchen in ein China, das wohl nur die wenigsten kennen. Der Roman erhält dadurch seine Besonderheit, dass alles, was darin über das Leben der Familie geschildert wird, tatsächlich so geschehen ist. Das macht ihn authentisch, ehrlich und faszinierend.

Seiten: 408
Verlag: BoD Books on Demand

Mein Fazit:
Nachdem sich der Klappentext sehr interessant anhörte, war ich auf die Geschichte dahinter gespannt. Und was soll ich sagen: Ich war fasziniert. Fasziniert von einem China, das mir so nicht geläufig war. Teilweise entsetzt von einer Denkweise, die so ganz anders ist als bei uns. Insgesamt einfach ein sehr interessanterer Roman, der nicht nur aus Fiktion besteht.

Viel Spaß beim Lesen! Eure Marion