Mit allen Wasser gewaschen von Ben Hadamovsky

Ben Hadamovsky hat mit Frau und Kindern (zu Beginn der Reise drei und anderthalb Jahre alt) auf einem kleinen Boot (9,86m) die Welt umsegelt. Unzufrieden mit dem Alltag, verkauft die Familie all ihren Besitz und begibt sich aus der scheinbaren Sicherheit der Heimat in ein aufregendes Leben auf den Meeren dieser Welt.

Es werden fünf Jahre einer ungewöhnlichen „Familienzeit“: Während die Kinder auf Galapagos die Bekanntschaft von Seelöwen machen und überall auf der Welt Freundschaften schließen, müssen die Eltern auch schwierige Situationen meistern: So gilt es mitten im Pazifik einen Motorschaden zu reparieren und im Golf von Aden der drohenden Gefahr durch Piraten zu entgehen, um am Ende der Reise ausgerechnet im vermeintlich sicheren Deutschland “Schiffbruch“ zu erleiden…

Der Autor beschreibt einfühlsam, selbstkritisch und bisweilen mit beißendem Humor wie die Familie die Welt entdeckt. Dabei hält er nicht nur sich selbst immer wieder zynisch den Spiegel vor: Wenn er z.B. beschreibt, was die Errungenschaften der Zivilisation an den entlegendsten Enden der Welt für Auswirkungen haben.

Ein Buch für Menschen, die einen ungeschönten Bericht über eine aussergewöhnliche Reise zu schätzen wissen…

 

Mein Fazit:

Mir wurde das Buch von Ben Hadamovsky zur Verfügung gestellt, als ich ein Telefoninterview mit ihm vorbereitet habe. Ich habe einen ersten Eindruck davon erhalten, wie es war mit zwei kleinen Kindern alles hinter sich zu lassen und eine Weltumseglung zu starten. Ein wirklich interessanter Reisebericht, der mir sehr gut gefallen hat. Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter.

 

Viel Spaß beim Lesen! Euer André